Implantate - Neue Zahnwurzeln

ZahnimplantateZahnimplantate

Die Zahnwurzel ist einer der empfindlichsten Teile des menschlichen Zahns. Die Zahnwurzel ist dabei aus dem Grund wichtig, weil sie den Zahn im Zahnfach des Kiefers befestigt. Wird die Wurzel beschädigt, fügt dies dem gesamten Zahn Schmerzen zu. Bei dieser Faktenlage verwundert es nicht, dass gerade in diesem Bereich umfassende Anstrengungen unternommen werden, um die empfindliche Zahnwurzel zu schützen, und zu ersetzen.

Das Implantat im Kiefer

Die Geschichte künstlicher Zahnwurzel reicht mehrere Jahrezehnte zurück. Bereits vor dem zweiten Weltkrieg wurden Versuche unternommen, die empfindliche Zahnwurzel durch ein Implantat zu ersetzen. Diese frühen Implantate waren ungelenke Dinger, die mehr Schmerzen verursachten, als sie nahmen. Sie erwiesen sich trotzdem als gute Grundlage auf dem Weg zum modernen Implantat.
Moderne Zahnimplantate werden in der Regel in den Kieferknochen eingesteckt oder -gedreht. Innerhalb von drei bis sechs Monaten, verbindet sich das Implantat schließlich mit dem umgebenden Knochen, und formt dabei eine feste, widerstandsfähige und belastbare Trägereinheit.
Eingesetzt werden die Implantate meist mit rotierenden Instrumenten, meist ist dies ein Kanonenbohrer. Diese Methode hat den Vorteil, vergleichsweise unkompliziert und schnell abwickelbar zu sein. Abgesehen davon bietet die schraubenartige Anbringung den Vorteil, dass sich das Implantat schnell in den Kiefer einwächst, und schnell verheilt.

Form und Material des Zahnimplantats

Heutzutage am weitesten verbreitet ist die mehrteilige Form des Zahnimplantates. Diese Form bietet viele Vorteile. So wird der Zahn während der Einheilphase nicht belastet. Durch die mehrteilige Form wird außerdem gewährleistet, dass das Implantat auf eine große Anzahl verschiedener Zahntypen passt. Mehrteilige Implantate setzen sich dabei aus drei Teilen zusammen: Dem Körper, sowie dem Hals-, und dem Kopfteil. Diese drei Teile werden miteinander verschraubt. Auch die darauf angebrachten Suprokonstruktionen, zum Beispiel Kronen oder Brücken, werden mit dem Implantat verschraubt.

Die zweite moderne Implantatform ist die einteilige Form. Bei dieser Form des Implantats ragt der Implantatkopf unmittelbar nach der Einsetzung aus der Schleimhaut heraus. Dadurch wird es schwieriger, Belastungen während der Einhelphase zu vermeiden.

Die Form ist meistens die eines sich nach unten verjüngenden Kegels. Diese Form bietet den Vorteil, dass wenig Knochen nachwachsen muss, und dadurch die Einheilzeit verkürzt wird. Implantate, die in dieser Form gefertigt werden, sind dadurch auch leichter einsetzbar.

Gefertigt werden moderne Zahnimplantate im Normalfall aus Reintitan. Dieses Material bietet dem Träger viele Vorteile. So ist Reintitan biologisch neutral, und löst dadurch keine biologischen Reaktionen aus. Reintitan verbindet sich direkt mit dem Knochen, und verhindert dadurch Belastungen während der Einheilphase. Diese Eigenschaften, die ausschließlich Reintitan enthält, haben dazu geführt, dass praktisch jedes andere Material aus der Implantatherstellung verdrängt wurde.