Zahnarzt - Ein Berufsbild im Wandel

ZahnarztZähne sind äußert empfindlich, wertvoll für den täglichen Gebrauch, und wachsen nicht nach. Das erklärt, weshalb der Mensch seit Anbeginn der Zeit an versuchte, seine Zähne so sorgfältig und gründlich wie nur möglich zu behandeln. Zur Pflege und Verarztung der empfindlichen Zähne wurde bereits im fünften Jahrhundert vor Christus ein eigener Beruf zur Erhaltung der empfindlichen Zähne geschaffen: Der Zahnarzt.

Über die Jahrhunderte hinweg Pflege

Das Jahr 1728 begründet den beginn der modernen Zahnheilkunde, und damit auch den Beginn des modernen Zahnarztberufes. In diesem Jahr publizierte der französische Zahnarzt Pierre Fauchard sein Buch "Le chirurgien dentiste". In diesem Fachbuch wurden die Grundlagen der modernen Zahnheilkunde dargelegt. Auch der Bogenhandbohrer ist in diesem Buch erstmals beschrieben worden. Auch die Methode, den durch das Entfernen von Karies entstehenden Freiraum zu füllen, ist hier erstmalig beschrieben worden. Das Buch war das erste, vollständig wissenschaftlich bearbeitete Fachbuch der Zahnheilkunde. 1733 erschien in Berlin erstmals eine deutsche Version des Buches. Das Buch von Fauchard begründet damit die wissenschaftliche Methode der Zahnheilung in der frühen Neuzeit.

Heutzutage ist die Zahnheilkunde ungleich komplexer geworden als zu Zeiten Fauchards. Die Ausbildung zum Zahnarzt besteht aus zehn Semestern, jeweils fünf davon vorklinisch bzw. klinisch, sowie drei staatlichen Prüfungen. Nach diesem Staatsexamen folgt die Approbation als Zahnarzt, sowie mögliche anschließende Weiterbildungen.
Die hauptsächlichen Tätigkeitsfelder moderner Zahnärze beinhalten die Erkennung, Prävention, sowie die Behandlung von Zahnproblemen. Behandelt werden dabei Zahn-, Mund-, und Kieferprobleme.
Zur Erkennung zählen alle Maßnahmen, mit denen Probleme sichtbar gemacht werden können. Dazu gehören beispielsweise die halbjährlichen Untersuchungsmaßnahmen. Bei diesen wird nicht nur der allgemeine Zustand der Zähne beurteilt, sondern auch Entscheidungen getroffen, nähergehende Analysen zu starten, falls tatsächlich Anzeichen kaputter Zähne zu erkennen sind.
Zur Prävention, auch Prophylaxe genannt, gehören alle Maßnahmen, die der frühzeitigen Erkennung und Abwehr von Zahn-, Mund-, und Kieferproblemen dienen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, auftretende Probleme frühzeitig zu erkennen, und vorbeugend zu behandeln. Zu diesen Maßnahmen gehört auch die Hilfe zur richtigen Anwendung des Zähneputzens. Hier helfen Zahnarzt beziehungsweise Zahnarztpersonal, dem Patienten seine ihm zur Verfügung stehenden Pflegemittel, bestmöglich einzusetzen.
Die Behandlung der Probleme ist das größte Feld im Aufgabenspektrum der Zahnärzte. Hierzu zählen die unterschiedlichsten Gebiete. Die Bandbreite der Behandlungen reicht von der ersten Diagnose, bis hin zur Parodontologie. Ein immer größer werdendes Feld dieser Therapien ist die Kieferorthopädie. Auch die Prothetik nimmt immer mehr Raum in den Zahnarztpraxen ein.